
Stand: 23.09.2026, 16:18 Uhr
Der schwedische Modekonzern Hennes & Mauritz (H&M) legt am 24. September 2026 seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 vor. Analysten rechnen mit einem deutlichen Gewinnanstieg und einem leichten Umsatzplus. Die Zahlen gelten als wichtiger Stimmungsindikator für die gesamte Textilbranche, die unter starkem Wettbewerbsdruck durch Online-Händler und Schnellmode-Ketten steht.
Warum ist das wichtig?
H&M ist einer der größten Modehändler der Welt und ein Barometer für die Entwicklung des stationären und Online-Modehandels. Die Quartalszahlen zeigen, wie gut sich der Konzern in einem schwierigen Marktumfeld behauptet. Besonders im Fokus stehen die Margenentwicklung, die Lagerbestände und die Nachfrage in den wichtigen Märkten Europa und USA. Ein positiver Ausblick könnte die Aktie stützen, während enttäuschende Zahlen die jüngsten Kursverluste verstärken könnten.
Die Erwartungen im Detail
- Gewinn je Aktie: Analysten prognostizieren im Schnitt 2,20 SEK (Vorjahresquartal: 2,01 SEK) – ein Plus von rund 9,5 Prozent.
- Umsatz: Erwartet werden 57,09 Milliarden SEK, ein minimaler Anstieg von 0,13 Prozent gegenüber 57,02 Milliarden SEK im Vorjahr.
- Gesamtjahresprognose: Für das Fiskaljahr 2025/26 rechnen 27 Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 8,01 SEK (Vorjahr: 7,58 SEK) und einem Umsatz von 222,29 Milliarden SEK (Vorjahr: 228,29 Milliarden SEK).
Die Zahlen zeigen, dass Analysten mit einer leichten Erholung der Profitabilität rechnen, während das Umsatzwachstum nahezu stagniert. Dies deutet auf anhaltenden Preisdruck und hohe Investitionen in die Digitalisierung hin.
Für wen ist die Meldung relevant?
Die Quartalszahlen sind vor allem für Aktionäre und Anleger von H&M relevant, die die Kursentwicklung und die Dividendenperspektive im Blick haben. Auch Wettbewerber wie Inditex (Zara), Primark und Online-Plattformen wie Zalando beobachten die Zahlen genau, da sie Rückschlüsse auf die allgemeine Konsumlaune und die Wettbewerbsfähigkeit traditioneller Modehändler zulassen. Darüber hinaus sind die Daten für Analysten und Fondsmanager wichtig, die ihre Einschätzung zur Branche anpassen.
Die Aktie von H&M notiert aktuell nahe ihrem Jahrestief und hat in den vergangenen Monaten unter schwachem Wachstum und hohen Kosten gelitten. Ein positiver Quartalsbericht könnte kurzfristig für Kursimpulse sorgen, während enttäuschende Zahlen den Abwärtstrend verstärken könnten. Anleger sollten jedoch beachten, dass die langfristigen Herausforderungen – insbesondere der Strukturwandel im Einzelhandel – bestehen bleiben.
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