**EU-Bankenregulierung: Streit über Tempo und Paketgröße**

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil drängt darauf, die geplanten EU-Regelungen für den Bankensektor in zwei Schritte zu teilen. Nur so könnten dringende Reformen zügig umgesetzt werden, argumentiert er. Die zuständige EU-Kommissarin lehnt eine Aufspaltung des Pakets jedoch ab und besteht auf einem Gesamtkonzept. Hinter dem Streit steht die Sorge, dass verzögerte Reformen europäischen Instituten einen Wettbewerbsnachteil gegenüber Banken aus anderen Regionen verschaffen könnten. Während Berlin auf schnelle Entlastungen und weniger Bürokratie setzt, plädiert Brüssel für Kohärenz und Vollständigkeit der Vorhaben. Der Konflikt zeigt das grundlegende Dilemma der EU-Finanzpolitik: einerseits Handlungsfähigkeit und Tempo, andererseits ein ausgewogener, kompletter Regulierungsrahmen. Wie die Kommission auf den deutschen Vorstoß reagiert, bleibt offen.

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