
Stand: 25.09.2026, 05:21 Uhr
Am heutigen Handelstag richten sich die Blicke der Devisenhändler vor allem auf eine einzige, markante Verfallskurs-Marke: das Niveau von 1,1400 im Währungspaar EUR/USD. Der aktuelle Kurs liegt rund 30 Pips unterhalb dieser Schwelle. Solange die Kursbewegungen moderat bleiben und der Euro nicht deutlich über die Marke steigt, könnte der Verfallstermin dazu führen, dass sich der Kurs um die 1,1400 herum einpendelt.
Warum ist das wichtig?
Verfallstermine von Optionen (sogenannte Expiries) sind für den Devisenhandel von großer Bedeutung, da sie oft als magnetische Kursanker wirken. Händler und institutionelle Anleger beobachten diese Niveaus genau, da große Optionskontingente den Kurs kurzfristig stabilisieren oder in eine Richtung drücken können. Im Fall von EUR/USD ist die 1,1400 jedoch nicht mit einer starken technischen Unterstützung oder Widerstandsmarke verbunden, was die potenzielle Wirkung etwas abschwächt.
Wichtiger als der Verfallstermin selbst ist derzeit der übergeordnete Dollartrend. Der US-Dollar profitiert weiterhin von den steigenden Renditen am Anleihemarkt. Die anhaltende Verkaufswelle bei US-Staatsanleihen treibt die Renditen nach oben und stützt den Greenback. Sollten die Renditen weiter steigen, könnte dies den Euro zusätzlich unter Druck setzen und den Einfluss der Verfallsmarke von 1,1400 schmälern.
Für wen ist das interessant?
- Devisenhändler und Spekulanten: Kurzfristig orientierte Trader, die auf Ausbrüche oder Range-Bewegungen setzen, sollten die 1,1400 im Auge behalten.
- Unternehmen mit USD/EUR-Exposure: Exporteure und Importeure, die Währungsrisiken absichern, können die Verfallstermine für ihre Hedging-Strategien nutzen.
- Anleger in Anleihen und Rohstoffen: Da der Dollar stark von den Renditen beeinflusst wird, sind auch Anleihen- und Rohstoffmärkte indirekt betroffen.
Ein weiterer nennenswerter Verfallstermin liegt bei USD/JPY auf dem Niveau von 159,00. Dieser ist jedoch zu weit vom aktuellen Kurs entfernt, um heute eine nennenswerte Rolle zu spielen. Die entscheidende Variable bleibt die Entwicklung der US-Anleiherenditen und die daraus resultierende Dollarstärke.
Auf Basis öffentlich verfügbarer Marktinformationen redaktionell neu eingeordnet. Keine Anlageberatung.