
Stand: 24.09.2026, 08:59 Uhr
Der Euro steht weiterhin unter Druck. Der Intraday-Trend im Währungspaar EUR/USD bleibt negativ, nachdem die jüngste Erholung bei 1,1710 gestoppt wurde und die Abwärtsbewegung sich fortsetzt. Der Fokus liegt nun auf der entscheidenden Unterstützungszone zwischen 1,1323 und 1,1353. Ein nachhaltiger Bruch dieser Marke könnte weitreichende bärische Implikationen haben und das mittelfristige Bild fundamental verändern.
Warum ist das wichtig?
Die aktuelle Entwicklung im EUR/USD ist für Devisenanleger von großer Bedeutung, da sie Hinweise auf die weitere Richtung des wichtigsten Währungspaares gibt. Die genannte Unterstützungszone umfasst das 38,2-Prozent-Retracement des Aufwärtstrends von 1,0176 (Tief 2025) bis 1,2081 (Hoch 2025). Solange dieser Bereich hält, wird die Korrektur seit dem Hoch bei 1,2081 als Teil eines übergeordneten Aufwärtstrends gewertet. Ein Bruch würde jedoch die Wahrscheinlichkeit einer mittelfristigen Trendwende erhöhen. Konkret: Sollte der Euro nachhaltig unter 1,1353 fallen, könnte dies bedeuten, dass der Anstieg von 0,9534 (Tief 2022) mit drei Wellen bei 1,2081 abgeschlossen ist. In diesem Fall wäre ein tieferer Rückfall bis zum 61,8-Prozent-Retracement bei 1,0904 möglich. Dies wäre ein klares Signal für eine Trendumkehr und würde die bärische Perspektive für die kommenden Wochen und Monate untermauern.
Die technische Konstellation wird durch fundamentale Faktoren wie die geldpolitischen Erwartungen an die Federal Reserve und die EZB sowie geopolitische Risiken (z. B. Handelskonflikte, Energiepreise) verstärkt. Ein Ausbruch nach unten könnte daher eine Kettenreaktion auslösen und den Dollar weiter stärken.
Für wen ist die Meldung relevant?
- Devisenhändler und Spekulanten: Sie können die Unterstützungszone als entscheidenden Wendepunkt nutzen. Ein Bruch bietet potenzielle Einstiegsmöglichkeiten für Short-Positionen, während ein Halten der Zone auf eine Fortsetzung der Korrektur hindeutet.
- Portfoliomanager und institutionelle Anleger: Die Entwicklung beeinflusst die Allokation in Dollar-denominierte Anlagen und das Währungsrisiko in internationalen Portfolios.
- Unternehmen mit USD-Exposure: Importeure und Exporteure, die in Dollar fakturieren, müssen ihre Absicherungsstrategien anpassen, falls der Euro weiter fällt.
- Privatanleger mit Währungs-ETFs oder Devisenprodukten: Sie sollten die technischen Signale im Auge behalten, da ein Bruch der Unterstützung die Performance ihrer Anlagen direkt beeinflusst.
Für den heutigen Handel gilt: Solange der Kurs unter dem Widerstand bei 1,1428 bleibt, ist mit weiterem Abwärtsdruck zu rechnen. Ein Anstieg über diese Marke würde den Intraday-Bias zunächst neutralisieren und Raum für eine Erholung schaffen. Die Entscheidung fällt in den kommenden Sitzungen – Anleger sollten die Zone 1,1323/53 genau beobachten.
Auf Basis öffentlich verfügbarer Marktinformationen redaktionell neu eingeordnet. Keine Anlageberatung.