Stand: 24.09.2026, 05:58 Uhr

Das Währungspaar GBPUSD (britisches Pfund vs. US-Dollar) setzt seinen kurzfristigen Abwärtstrend fort, der am 21. August 2026 bei einem Hoch von 1,3569 begann. Nach einer impulsiven Fünf-Wellen-Struktur nähert sich nun die fünfte und letzte Welle (wave (v)) ihrem Abschluss. Sollte das Pfund unter die Marke von 1,314 fallen – das Tief vom 24. Juni 2026 – würde dies eine Bestätigung für eine komplexe Korrekturstruktur liefern, die weiteres Abwärtspotenzial eröffnet. Das nächste große Kursziel liegt dann im Bereich von 1,249 bis 1,294, basierend auf Fibonacci-Projektionen.

Warum ist das wichtig?

Die Elliott-Wellen-Theorie ist ein Instrument der technischen Analyse, das Marktbewegungen in wiederkehrenden Mustern beschreibt. Die aktuelle Zählung zeigt, dass der Abwärtstrend von GBPUSD noch nicht abgeschlossen ist – trotz zwischenzeitlicher Erholungen. Ein Bruch der 1,314-Marke wäre ein starkes bärisches Signal und könnte eine neue Abwärtswelle einleiten. Für Anleger bedeutet dies: Die Risiken für weitere Kursverluste beim Pfund bleiben hoch, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen geldpolitischen Differenzen zwischen der Bank of England und der US-Notenbank Fed. Während die Fed weiterhin Zinserhöhungen signalisiert, zeigt sich die BoE zurückhaltender – ein klassischer Treiber für eine schwächere Währung.

Für wen ist die Meldung relevant?

  • Devisenhändler und Spekulanten: Die klare Wellenstruktur bietet konkrete Einstiegs- und Ausstiegspunkte für Short-Positionen. Ein Bruch unter 1,314 könnte als Bestätigung für weitere Abgaben genutzt werden.
  • Fundamental orientierte Anleger: Die technische Analyse ergänzt die makroökonomische Perspektive. Wer auf eine weitere Stärkung des US-Dollars setzt, findet hier zusätzliche Argumente.
  • Risikomanager und Treasury-Abteilungen: Unternehmen mit GBP-Exposure sollten die 1,249-1,294-Zone als potenziellen Unterstützungsbereich im Auge behalten – ein Test dieser Marke könnte zu erhöhter Volatilität führen.

Die Elliott-Wellen-Zählung bleibt jedoch ein Wahrscheinlichkeitsmodell, keine Garantie. Korrekturbewegungen können jederzeit die Struktur verändern. Anleger sollten daher immer auch andere Indikatoren und fundamentale Daten berücksichtigen. Die nächsten wichtigen Impulse könnten von den US-Arbeitsmarktdaten oder Äußerungen der Fed-Vertreter kommen.

Auf Basis öffentlich verfügbarer Marktinformationen redaktionell neu eingeordnet. Keine Anlageberatung.