Stand: 24.09.2026, 12:17 Uhr

Digitale Vermögensverwalter, sogenannte Robo-Advisor, haben im Jahr 2025 für Aufsehen gesorgt: Einige Anbieter erzielten Jahresrenditen von bis zu 14 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Beraterhauses Fondsconsult hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Demnach lagen offensive, vollständig in Aktien investierende Robo-Advisor ohne Nachhaltigkeitsschwerpunkt im Schnitt bei 10,2 Prozent Rendite vor Gebühren – und damit deutlich über dem globalen Aktienindex MSCI All Country World (ACWI), der im gleichen Zeitraum auf 7,9 Prozent (in Euro) kam.

Warum ist das wichtig?

Die Zahlen zeigen, dass Robo-Advisor in einem starken Aktienjahr nicht nur mithalten, sondern den Markt sogar schlagen können. Das ist besonders bemerkenswert, weil viele dieser automatisierten Portfolios auch Gold oder Anleihen enthalten, die in der Regel weniger Rendite bringen als Aktien. 2025 profitierten die Robo-Advisor unter anderem von einem höheren Goldanteil, der sich in unsicheren Phasen als stabilisierend erwies. Die Bandbreite zwischen den Anbietern ist jedoch erheblich: Während die besten Strategien zweistellige Renditen erzielten, schnitten andere deutlich schwächer ab. Entscheidend sind die Zusammensetzung des Portfolios, die Kostenstruktur und der Aktienanteil. Für Anleger bedeutet das: Nicht jeder Robo-Advisor ist gleich gut – die Auswahl des Anbieters hat direkten Einfluss auf die Rendite.

  • Performance-Vergleich: Die besten Robo-Advisor erzielten 2025 Renditen von bis zu 14 Prozent, der Durchschnitt lag bei 10,2 Prozent (vor Gebühren).
  • Marktvergleich: Der MSCI ACWI kam im selben Zeitraum auf 7,9 Prozent – die Robo-Advisor lagen also rund 2,3 Prozentpunkte vorn.
  • Einflussfaktoren: Goldbeimischung, Aktienquote und Kosten sind die Haupttreiber für die unterschiedlichen Ergebnisse.
  • Keine Garantie: Frühere Renditen sind kein Indikator für zukünftige Entwicklungen – die Auswahl sollte auch auf Gebühren, Risikoprofil und Flexibilität achten.

Für wen ist die Meldung relevant?

Die Meldung richtet sich an zwei Hauptzielgruppen: Zum einen an Anlageeinsteiger, die ohne Vorkenntnisse und mit kleinen Beträgen ein breit gestreutes Depot aufbauen möchten. Robo-Advisor bieten hier eine bequeme, automatisierte Lösung, die regelmäßiges Sparen und Rebalancing übernimmt. Zum anderen an Sparer, die eine langfristige, passive Geldanlage suchen und sich nicht selbst um die Auswahl einzelner Aktien oder Fonds kümmern wollen. Aber auch erfahrene Anleger können von den Ergebnissen profitieren, indem sie die Performance ihres eigenen Portfolios mit den Robo-Advisor-Strategien vergleichen. Wichtig ist: Die Entscheidung für einen Anbieter sollte nicht allein auf der vergangenen Rendite basieren. Kosten, Risikoprofil, Ausstiegsmöglichkeiten und die Frage, ob Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt werden, sind ebenso entscheidend. Wer sich für einen Robo-Advisor interessiert, sollte daher mehrere Anbieter vergleichen und die Strategie wählen, die zum eigenen Anlagehorizont und zur Risikobereitschaft passt.

Auf Basis öffentlich verfügbarer Marktinformationen redaktionell neu eingeordnet. Keine Anlageberatung.