
Stand: 24.09.2026, 10:30 Uhr
Die Börse entdeckt die Künstliche Intelligenz neu – aber diesmal geht es nicht um Rechenzentren und Chips. Stattdessen rücken Roboter in den Fokus, die lernen, sehen und handeln. Analysten sehen hier enormes Wachstumspotenzial und empfehlen Anlegern, frühzeitig zu investieren. Der Technologieindex Nasdaq 100 erreichte am Dienstag ein neues Allzeithoch, doch die Gewinner der nächsten KI-Welle könnten aus ganz anderen Branchen kommen.
Warum ist das wichtig?
Bislang profitierten vor allem die Betreiber großer Rechenzentren – sogenannte Hyperscaler – sowie die gesamte Chipindustrie von der KI-Rally. Unternehmen wie Nvidia oder AMD waren die großen Gewinner. Doch nun zeichnet sich ein Wandel ab: KI verlässt die Rechenzentren und kommt in die reale Welt. Humanoide Roboter, autonome Maschinen und intelligente Fertigungssysteme stehen im Mittelpunkt einer neuen Entwicklung, die Experten als „physische KI“ bezeichnen.
Ulrike Hoffmann-Burchardi, Anlagestrategin bei der Vermögensverwaltung der Großbank UBS, sagt: „Wir sind offiziell in das Zeitalter der physischen KI eingetreten.“ Das bedeutet, dass KI nicht mehr nur Daten analysiert, sondern auch physische Aufgaben übernimmt – etwa in der Produktion, der Logistik oder der Pflege. Für Anleger eröffnet dies neue Chancen, aber auch Risiken, denn die Technologie steht noch am Anfang.
Welche Aktien empfiehlt die UBS?
Die UBS hat eine Liste von Unternehmen identifiziert, die von der Roboter-Rally profitieren könnten. Dazu gehören:
- Fanuc: Der japanische Roboterhersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Industrierobotern und profitiert direkt von der steigenden Nachfrage nach Automatisierungslösungen.
- Keyence: Das japanische Unternehmen stellt Sensoren und Messsysteme her, die für die Steuerung von Robotern unverzichtbar sind. Keyence gilt als versteckter Champion in der Branche.
- Intuitive Surgical: Der US-Konzern ist Spezialist für Operationsroboter und könnte von der Integration von KI in medizinische Anwendungen profitieren.
- Nvidia: Auch wenn der Chipriese bereits stark gestiegen ist, bleibt er ein zentraler Profiteur der physischen KI, da seine Grafikprozessoren für das Training und den Betrieb von Robotern benötigt werden.
Die UBS empfiehlt Anlegern, auf eine breite Streuung zu achten und nicht nur auf einzelne Aktien zu setzen. Stattdessen könnten thematische ETFs oder Fonds eine sinnvolle Ergänzung sein, um das Risiko zu minimieren.
Für wen ist die Meldung relevant?
Die Meldung richtet sich an Anleger, die nach neuen Wachstumschancen abseits der klassischen Tech-Werte suchen. Besonders interessant ist sie für langfristig orientierte Investoren, die auf Megatrends wie Automatisierung und Robotik setzen möchten. Aber auch kurzfristig orientierte Trader könnten von der steigenden Volatilität in diesem Bereich profitieren. Wichtig ist jedoch: Die Roboter-Rally steht noch am Anfang, und es gibt keine Garantie für Erfolge. Anleger sollten sich daher gut informieren und ihre Investments diversifizieren.
Die Entwicklung der physischen KI wird von vielen Experten als der nächste große Schritt in der Technologiebranche gesehen. Wer frühzeitig investiert, könnte von einem langfristigen Wachstumstrend profitieren – aber Vorsicht ist geboten, denn die Kurse können auch stark schwanken.
Auf Basis öffentlich verfügbarer Marktinformationen redaktionell neu eingeordnet. Keine Anlageberatung.