
Stand: 22.09.2026, 07:01 Uhr
Jan Viebig, ehemaliger Chefanlagestratege mehrerer Privatbanken, hat sich in einem aktuellen Interview zur richtigen Anlagestrategie für junge Anleger geäußert. Seine Kernbotschaft: Wer langfristig Vermögen aufbauen will, kommt an Aktien nicht vorbei – und die Rally bei Künstlicher Intelligenz (KI) sei noch lange nicht am Ende. Die Aussagen sind besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Marktlage relevant, in der viele Anleger zwischen Zinsängsten, Inflationssorgen und Tech-Euphorie hin- und hergerissen sind.
Warum ist das wichtig?
Viebigs Einschätzung fällt in eine Phase, in der die Börsen stark von Tech-Werten und KI-Hype getrieben werden. Gleichzeitig fürchten viele Anleger eine Übertreibung – ähnlich der Dotcom-Blase. Viebig widerspricht dieser Sichtweise: Er sieht fundamentale Treiber wie Produktivitätsgewinne durch KI, die langfristig wirken. Für junge Anleger, die einen langen Anlagehorizont haben, sei der Aktienmarkt daher alternativlos. Er warnt jedoch vor teuren Garantieprodukten, die Rendite kosten. Stattdessen empfiehlt er einen einfachen, kosteneffizienten Ansatz: breit gestreute Aktieninvestments, etwa über ETFs.
Für wen ist die Meldung relevant?
- Junge Anleger (20–40 Jahre), die ihr erstes Vermögen aufbauen und unsicher sind, ob sie jetzt noch in Aktien einsteigen sollen.
- Bestandsinvestoren, die ihre Strategie überprüfen wollen – insbesondere mit Blick auf KI-Exposure.
- Sparplan-Nutzer, die regelmäßig in ETFs investieren und wissen wollen, ob sie den Fokus auf Tech-Aktien verstärken sollten.
- Anleger mit Garantieprodukten (z. B. fondsgebundene Rentenversicherungen), die prüfen, ob die Kosten den Nutzen rechtfertigen.
Einordnung für den Leser
Viebigs Aussagen sind keine Kaufempfehlung für einzelne KI-Aktien, sondern eine strategische Orientierung. Er betont, dass Anleger nur in Unternehmen investieren sollten, die sie verstehen – ein Grundsatz, der besonders bei komplexen Tech-Firmen wichtig ist. Die Warnung vor Garantieprodukten ist ein zentraler Punkt: Viele junge Anleger lassen sich von Sicherheitsversprechen blenden, zahlen aber hohe Gebühren, die die Rendite über Jahrzehnte schmälern. Stattdessen rät Viebig zu einem disziplinierten, kostengünstigen Ansatz. Die KI-Rally sieht er nicht als Blase, sondern als Beginn eines langfristigen Trends – ähnlich der Einführung des Internets. Dennoch sollten Anleger Risiken nicht ignorieren: Regulierung, technologische Fehlentwicklungen oder eine Abkühlung der Konjunktur könnten die Kurse belasten. Eine breite Streuung über verschiedene Sektoren und Regionen bleibt daher das A und O.
Hinweis: Dieser Artikel wurde redaktionell aufbereitet und stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investition birgt Risiken, insbesondere bei Aktien und KI-Titeln.
Auf Basis öffentlich verfügbarer Marktinformationen redaktionell neu eingeordnet. Keine Anlageberatung.