
Stand: 25.09.2026, 08:18 Uhr
Der Goldpreis (XAU/USD) hat sich zuletzt von seinen Tiefs erholt, nachdem neue Hoffnungen auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran aufkamen. Ein möglicher Durchbruch in den Verhandlungen könnte die aggressiven Zinserwartungen an die US-Notenbank Fed dämpfen und damit den Goldpreis stützen. Wir analysieren die aktuelle Lage und zeigen, worauf Anleger jetzt achten sollten.
Warum ist das wichtig?
Der Goldmarkt stand zuletzt unter Druck: Aussagen von US-Präsident Trump, die einen schnellen Frieden im Iran-Konflikt in Frage stellten, ließen Ölpreise, US-Staatsanleiherenditen und den Dollar steigen – allesamt Belastungsfaktoren für Gold. Hinzu kamen überraschend starke US-Einkaufsmanagerindizes (PMIs), die die Wetten auf weitere Fed-Zinserhöhungen verstärkten und die realen Renditen nach oben trieben. Gold als zinsloses Anlageprodukt leidet in einem solchen Umfeld besonders.
Doch die Stimmung hat sich gedreht: Iran hat ein Angebot auf den Tisch gelegt und verspricht, die strategisch wichtige Straße von Hormus innerhalb von sieben Tagen wieder zu öffnen – vorausgesetzt, die USA erfüllen bestimmte Bedingungen. Der iranische Außenminister Araghchi bleibt über das Wochenende in New York, um auf eine Antwort aus Washington zu warten. Ein Erfolg der Gespräche würde die Risikoprämie an den Märkten senken, die Zinserwartungen zurückfahren und die realen Renditen drücken – ein ideales Szenario für Gold.
Sollte es dagegen zu einer verlängerten Pattsituation oder gar einer erneuten Eskalation kommen, droht weiterer Gegenwind für das Edelmetall. Dann würden die Finanzierungsbedingungen eng bleiben und der Goldpreis könnte erneut unter Druck geraten.
Für wen ist die Meldung relevant?
- Gold-Anleger und Rohstoff-Trader: Sie erhalten eine klare Einordnung der aktuellen Treiber und der technischen Schlüsselmarken.
- Anleger mit Fokus auf geopolitische Risiken: Die US-Iran-Verhandlungen sind ein zentraler Faktor für die globale Risikostimmung und damit auch für Aktien- und Devisenmärkte.
- Fed-Watcher und Zinsstrategen: Die Entwicklung der realen Renditen und Zinserwartungen ist eng mit dem Goldpreis verknüpft.
Technische Analyse: Gold im Chart
Tageschart: Gold notiert aktuell unter der wichtigen Unterstützungszone um 4.300 USD. Solange der Kurs darunter bleibt, dürften Verkäufer das Geschehen dominieren und auf eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung in Richtung 3.885 USD setzen. Käufer hingegen brauchen einen nachhaltigen Sprung über 4.300 USD, um einen Angriff auf die Marke von 4.510 USD und langfristig 4.700 USD zu starten.
4-Stunden-Chart: Eine kleine Abwärtstrendlinie definiert die bärische Struktur. Sollte der Kurs an diese Linie zurücklaufen, könnten Verkäufer dort mit einem engen Risiko einsteigen, um auf einen Bruch unter die Unterstützung und neue Tiefs zu setzen. Ein Ausbruch nach oben wäre dagegen ein Signal für die Käufer, um auf eine Rallye bis 4.510 USD zu spekulieren.
1-Stunden-Chart: Hier zeichnet sich kein klares Bild ab. Verkäufer suchen weiterhin nach Einstiegen um die gebrochene Unterstützung oder die Abwärtstrendlinie, während Käufer auf Ausbrüche nach oben warten, um neue Hochs anzusteuern.
Ausblick: Diese Termine sollten Sie im Auge behalten
Für heute stehen keine wichtigen Konjunkturdaten auf dem Programm. Der Fokus bleibt daher auf den Entwicklungen im US-Iran-Konflikt. Sollte es konkrete Fortschritte geben, könnte Gold kurzfristig weiter zulegen. Bleiben die Gespräche ergebnislos, droht eine erneute Abwärtsbewegung. Anleger sollten die Nachrichtenlage genau verfolgen und ihre Positionen entsprechend absichern.
Auf Basis öffentlich verfügbarer Marktinformationen redaktionell neu eingeordnet. Keine Anlageberatung.