
Stand: 25.09.2026, 03:34 Uhr
Die katholische Zeitung ‚Die Tagespost‘ hat in einer aktuellen Presseschau scharfe Kritik an der Berliner Linkspartei geübt. Anlass ist eine Stellungnahme des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) zu den jüngsten Landtagswahlen, in der dessen Präsidentin Irme Stetter-Karp vor Hass und Hetze warnt und die Antworten der AfD als inakzeptabel bezeichnet. Die ‚Tagespost‘ wirft dem ZdK und indirekt der Linken vor, bei eigenen antisemitischen Vorfällen wegzuschauen.
Warum ist das wichtig?
Die Debatte zeigt einen grundlegenden Widerspruch in der politischen Kultur auf: Während die etablierten Kirchen und Parteien die AfD für deren Umgang mit gesellschaftlichen Ängsten kritisieren, werden innerhalb der Linken nach Ansicht der ‚Tagespost‘ ähnlich problematische Positionen toleriert. Konkret verweist die Zeitung auf zwei Vorfälle in Berlin: In einer Landesarbeitsgemeinschaft ‚Palästinasolidarität‘ der Linkspartei wurde der Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 als ‚Akt des Widerstandes‘ verharmlost. Zudem trat der Rapper Dahabflex auf Einladung des Bezirksverbands Neukölln auf und skandierte Parolen wie ‚Yalla Yalla Intifada‘ und ‚Death to the IDF‘. Die ‚Tagespost‘ fragt zugespitzt: Kann, wer ‚Hass und Hetze‘ beklagt, zum Antisemitismus in den eigenen Reihen schweigen?
Für wen ist das interessant?
- Anleger und Beobachter des politischen Geschehens in Berlin, da die Linke dort realistische Chancen auf eine Regierungsbeteiligung hat.
- Wähler und politisch Interessierte, die die Glaubwürdigkeit demokratischer Parteien und zivilgesellschaftlicher Institutionen hinterfragen.
- Medien- und Kommunikationsfachleute, die die Berichterstattung über politische Doppelmoral verfolgen.
Einordnung für den Leser
Die Kritik der ‚Tagespost‘ ist kein Einzelfall, sondern Teil einer breiteren Diskussion über den Umgang der Linken mit israelbezogenem Antisemitismus. Während die Partei auf Bundesebene klare Positionen gegen Antisemitismus bezieht, zeigen lokale Vorfälle immer wieder ein anderes Bild. Für Anleger und Marktteilnehmer ist dies relevant, weil politische Stabilität und Glaubwürdigkeit von Regierungsparteien auch wirtschaftliche Rahmenbedingungen beeinflussen. Sollte die Linke in Berlin tatsächlich in die Regierung einziehen, könnten solche Kontroversen die Handlungsfähigkeit des Senats belasten. Die ‚Tagespost‘ stellt damit eine Frage, die über das Tagesgeschäft hinausweist: Wie umgehen mit politischen Kräften, die einerseits gegen Rechtsradikalismus auftreten, andererseits aber eigene Extremismen dulden?
Auf Basis öffentlich verfügbarer Marktinformationen redaktionell neu eingeordnet. Keine Anlageberatung.