
Stand: 25.09.2026, 09:36 Uhr
Digitale Vermögensverwalter, sogenannte Robo-Advisor, haben im Jahr 2025 den breiten Aktienmarkt teils deutlich hinter sich gelassen. Laut einer aktuellen Auswertung des Beratungshauses Fondsconsult erzielten offensive Strategien, die vollständig in Aktien investieren und keinen Nachhaltigkeitsfokus setzen, im Schnitt eine Rendite von 10,2 Prozent vor Gebühren. Zum Vergleich: Der globale Aktienindex MSCI All Country World (ACWI) legte im selben Zeitraum in Euro gerechnet um 7,9 Prozent zu.
Warum ist das wichtig?
Robo-Advisor sind eine beliebte Alternative für Anleger, die ihr Portfolio nicht selbst verwalten möchten. Die automatisierten Anlagedienste passen die Strategie an die Risikobereitschaft und Anlageziele des Nutzers an. In einem insgesamt positiven Aktienjahr 2025 profitierten viele Robo-Advisor vor allem von ihrem Goldanteil. Gold entwickelte sich parallel zu Aktien stark und sorgte für zusätzliche Stabilität und Rendite. Die Auswertung zeigt, dass die besten Anbieter sogar zweistellige Jahresrenditen von bis zu 14 Prozent erzielten – ein Wert, der den Durchschnitt deutlich übertrifft.
Für wen ist das interessant?
- Einsteiger ohne Zeit oder Kenntnisse: Wer sich nicht täglich um Aktienkurse kümmern möchte, findet in Robo-Advisors eine bequeme Lösung. Die Auswahl der Fonds und das Rebalancing übernimmt die Software.
- Anleger mit mittlerem Vermögen: Viele Robo-Advisor haben keine hohen Mindesteinlagen. Sie eignen sich daher für Sparer, die ab 500 oder 1.000 Euro starten möchten.
- Risikobewusste Anleger: Die Auswertung zeigt, dass offensive Strategien mit hohem Aktienanteil besonders gut abschnitten. Wer bereit ist, Schwankungen auszuhalten, konnte überdurchschnittlich profitieren.
Einordnung für den Leser
Die Ergebnisse von Fondsconsult basieren auf den Renditen der jeweiligen Musterportfolios vor Kosten. Die tatsächliche Rendite für den einzelnen Anleger kann durch Gebühren, Steuern und individuelle Anpassungen abweichen. Zudem ist die Vergangenheit kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Anleger sollten daher nicht blind auf die besten Zahlen des Vorjahres setzen, sondern auch die Kostenstruktur, die Transparenz und die Servicequalität der Anbieter prüfen. Robo-Advisor eignen sich besonders für langfristig orientierte Sparer, die einen einfachen Zugang zu breit gestreuten ETFs suchen. Wer dagegen kurzfristig spekulieren oder stark in Einzelwerte investieren möchte, ist mit einem klassischen Depot besser beraten.
Auf Basis öffentlich verfügbarer Marktinformationen redaktionell neu eingeordnet. Keine Anlageberatung.