
Stand: 25.09.2026, 05:10 Uhr
Der Schweizer Aktienmarkt startet am Freitag mit leichten Gewinnen in den Handel. Der SMI notiert vorbörslich fester, nachdem er am Vortag bei 13.905,82 Punkten geschlossen hatte – ein Minus von 0,11 Prozent. Auch die Nebenwertindizes SPI und SLI tendierten zuletzt schwächer: Der SPI fiel um 0,24 Prozent auf 19.706,45 Zähler, der SLI gab 0,44 Prozent auf 2.237,27 Einheiten nach. Die positive Tendenz am Morgen wird vor allem von internationalen Impulsen gestützt.
Warum ist das wichtig?
Die Entwicklung an den Schweizer Börsen steht im engen Zusammenhang mit globalen Faktoren, die Anleger weltweit bewegen. Im Fokus bleiben die Zinsentscheidungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vom Vortag sowie die volatile Entwicklung der Erdölpreise. Die Rohölnotierungen belasten weiterhin die Stimmung, da sie auf hohem Niveau verharren und Inflationsängste schüren. Zudem sorgt die Konjunkturprognose der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) für makroökonomische Orientierung. In Deutschland schloss der DAX am Donnerstag mit einem Minus von 0,57 Prozent bei 25.266,63 Punkten – belastet durch die unverändert hohen Ölpreise und fehlende Fortschritte in den geopolitischen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran. Ein Hoffnungsschimmer: Die bis November ausgesetzten US-Zusatzzölle auf chinesische Waren werden laut US-Finanzminister Scott Bessent um weitere zwei Monate verschoben. An der Wall Street zeigte sich ein gemischtes Bild: Der Dow Jones fiel um 0,31 Prozent auf 51.350,28 Punkte, während der technologielastige Nasdaq Composite mit einem minimalen Plus von 0,01 Prozent bei 26.939,37 Punkten schloss. Die Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen stiegen auf den höchsten Stand seit 2004, was auf anhaltende Verkäufe am Anleihemarkt zurückzuführen ist.
Für wen ist das interessant?
- Aktienanleger: Wer in Schweizer Blue Chips investiert ist, sollte die Zinsentwicklung und die Ölpreise genau beobachten, da sie die Kurse kurzfristig stark beeinflussen können.
- Rentenmarkt-Investoren: Der Anstieg der langfristigen Renditen in den USA signalisiert eine Verschiebung der Zinserwartungen, was auch Auswirkungen auf europäische Anleihen haben dürfte.
- Rohstoffhändler: Die anhaltend hohen Ölpreise bleiben ein zentraler Treiber für Inflation und Geldpolitik – ein wichtiges Signal für die weitere Marktentwicklung.
- Makro-Strategen: Die geopolitischen Entwicklungen zwischen USA, Iran und China sowie die KOF-Prognose liefern entscheidende Daten für die Konjunktureinschätzung.
Insgesamt zeigt sich die Börsenlandschaft uneinheitlich: Während die asiatischen Märkte mehrheitlich tiefer tendieren, sticht Japan mit einem Plus gegen den Trend hervor. Anleger sollten die volatile Gemengelage aus Zinspolitik, Rohstoffpreisen und geopolitischen Risiken im Auge behalten.
Auf Basis öffentlich verfügbarer Marktinformationen redaktionell neu eingeordnet. Keine Anlageberatung.