Stand: 24.09.2026, 13:10 Uhr

Am Freitag, den 25. September, stehen mehrere wichtige Konjunkturtermine an, die Anleger im Blick behalten sollten. Im Fokus stehen die Geldmengenentwicklung im Euroraum sowie die Verbraucherstimmung in den USA. Die Daten könnten Hinweise auf die weitere Geldpolitik der Zentralbanken geben.

Warum ist das wichtig?

Die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlicht um 10:00 Uhr die Geldmenge M3 und die Kreditvergabe für August. Analysten erwarten einen Anstieg der Geldmenge um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, nach 3,4 Prozent im Vormonat. Eine steigende Geldmenge kann auf eine lockere Geldpolitik hindeuten, was die Inflation antreiben könnte. Für Anleger ist dies relevant, da es die Zinserwartungen beeinflusst. Parallel dazu legt das deutsche Bauhauptgewerbe Auftragseingang und Umsatz vor – ein Indikator für die Baukonjunktur, die in Deutschland unter Druck steht.

Aus den USA kommen um 14:30 Uhr die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter für August. Hier wird ein Rückgang um 0,3 Prozent zum Vormonat prognostiziert, nach einem Plus von 1,1 Prozent im Juli. Ein schwächerer Wert könnte auf eine nachlassende Investitionsbereitschaft der Unternehmen hindeuten. Um 16:00 Uhr folgt der endgültige Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan für September. Die Prognose liegt bei 47,8 Punkten, nach 51,7 im Vormonat. Ein Rückgang würde die Sorgen um die US-Konjunktur verstärken.

  • EZB-Geldmenge M3 (August): Prognose +3,5 % zum Vorjahr, zuvor +3,4 %. Ein Anstieg könnte die Inflationserwartungen stützen.
  • US-Auftragseingang langlebiger Güter (August): Prognose -0,3 % zum Vormonat, zuvor +1,1 %. Ein Minus signalisiert schwächere Industrienachfrage.
  • US-Verbraucherstimmung (September, endgültig): Prognose 47,8, zuvor 51,7. Ein niedriger Wert belastet die Konsumaussichten.
  • Deutsches Bauhauptgewerbe (August): Auftragseingang und Umsatz – wichtig für die Baukonjunktur.
  • EZB-Vizepräsident Vujcic: Teilnahme an einer Konferenz der Cleveland Fed und EZB um 20:00 Uhr – mögliche Hinweise zur Geldpolitik.

Für wen ist die Meldung relevant?

Die Termine sind besonders für Anleger in Aktien und Anleihen interessant. Wer in europäische oder US-amerikanische Werte investiert, sollte die Geldmengen- und Konsumdaten verfolgen. Auch Devisenhändler achten auf die Signale: Ein schwaches US-Konsumklima könnte den Dollar belasten. Zudem sind Bauinvestoren und Immobilienfonds von den deutschen Bauzahlen betroffen. Die Konferenzteilnahme von EZB-Vizepräsident Vujcic könnte neue Impulse für die Zinserwartungen liefern – insbesondere mit Blick auf die anstehende EZB-Sitzung im Oktober. Börsianer in Korea müssen zudem einen Feiertag beachten, was die Handelsvolumina in Asien beeinflussen kann.

Auf Basis öffentlich verfügbarer Marktinformationen redaktionell neu eingeordnet. Keine Anlageberatung.