Stand: 24.09.2026, 17:03 Uhr

Die wichtigsten US-Aktienindizes haben am Dienstag eine bemerkenswerte Kehrtwende vollzogen. Nach deutlichen Verlusten im frühen Handel drehten der S&P 500, der Nasdaq Composite und der Nasdaq 100 ins Plus. Auslöser der Erholung war eine erfolgreiche Testphase wichtiger technischer Unterstützungszonen.

Warum ist das wichtig?

Die Erholung der Indizes ist ein starkes Signal für den Markt. Sie zeigt, dass Käufer bereit sind, bei bestimmten Kursniveaus einzusteigen und den Abwärtstrend zu stoppen. Konkret: Der S&P 500 fiel zwischenzeitlich um 43,45 Punkte, notiert nun aber 7,59 Punkte im Plus (+0,10 Prozent). Der Nasdaq Composite verlor zwischenzeitlich 229,90 Punkte, liegt jetzt 19,65 Punkte im Plus (+0,07 Prozent). Der Nasdaq 100 gab um 266,13 Punkte nach, steht aktuell rund 50 Punkte höher (+0,17 Prozent).

Die technischen Unterstützungen, die zuvor in Analysen identifiziert wurden, haben gehalten. Der S&P 500 fand Halt an der 100-Stunden-Linie bei 7.667 Punkten und kletterte anschließend über die 200-Stunden-Linie bei 7.681,68 Punkten. Diese beiden gleitenden Durchschnitte gelten nun als entscheidende Barometer: Bleibt der Index darüber, haben die Käufer die Kontrolle; fällt er darunter, rückt das Abwärtsrisiko wieder in den Fokus.

Beim Nasdaq Composite lag das Tagestief bei 26.706 Punkten – knapp oberhalb der unteren Grenze einer sogenannten Swing-Zone bei 26.676 Punkten. Der Index hat sich nun über die obere Grenze dieser Zone bei 26.856 Punkten bewegt und notiert um 26.938 Punkte. Für die Bullen ist es entscheidend, den Kurs über 26.856 Punkten zu halten, um die Stärke der Erholung zu untermauern.

Der Nasdaq 100 erreichte sein Tief bei 30.204,16 Punkten – nur knapp über dem Swing-Level von 30.195 Punkten. Von dort aus erfolgte die Gegenbewegung. Dieses Niveau bleibt die entscheidende Marke für die Erholung.

Für wen ist die Meldung relevant?

  • Aktienanleger und Trader: Die Erholung bietet kurzfristige Chancen, insbesondere für diejenigen, die auf technische Unterstützungen achten. Wer Long-Positionen hält, kann aufatmen – zumindest vorerst.
  • Technisch orientierte Marktteilnehmer: Die genannten Unterstützungszonen und gleitenden Durchschnitte sind zentrale Indikatoren. Ihr Halten oder Brechen bestimmt die nächste Richtung.
  • Beobachter der US-Konjunktur: Die Entwicklung der Indizes spiegelt die allgemeine Marktstimmung wider. Eine nachhaltige Erholung könnte auf Vertrauen in die Wirtschaft hindeuten, ein erneuter Rückgang auf anhaltende Unsicherheit.

Der erste Test der Unterstützung war erfolgreich. Die nächste Herausforderung ist, ob die Käufer die Gewinne halten und Schwung aufbauen können. Gelingt dies, wäre das ein starkes Zeichen für eine fortgesetzte Erholung. Fallen die Kurse jedoch wieder unter die genannten Marken, wäre die Gegenbewegung gescheitert.

Auf Basis öffentlich verfügbarer Marktinformationen redaktionell neu eingeordnet. Keine Anlageberatung.