
Stand: 24.09.2026, 09:30 Uhr
Ein aktueller Vergleich von Online-Brokern zeigt: Wer 2026 ein Aktiendepot eröffnet, kann bei günstigen Anbietern und Neobrokern oft komplett auf Depotgebühren verzichten und zahlt pro Order zwischen 0 und 1 Euro. Bei klassischen Direktbanken sind dagegen weiterhin rund 9,95 Euro pro Trade üblich. Auf zehn Jahre gerechnet und bei nur vier Trades jährlich summiert sich der Unterschied auf etwa 450 Euro – Geld, das im Depot für Rendite sorgen kann, statt bei der Bank zu liegen.
Warum ist das wichtig?
Die Wahl des richtigen Brokers ist für Anleger eine der grundlegendsten Entscheidungen – und eine, die oft unterschätzt wird. Denn die Kosten für Ordergebühren und Depotführung fressen direkt an der Rendite. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen und hoher Inflation ist jeder Euro, der nicht als Gebühr abfließt, ein Euro, der im Markt arbeiten kann. Der Vergleich zeigt: Die Spanne zwischen günstigen und teuren Anbietern ist enorm. Während Neobroker wie Trade Republic, Scalable Capital oder finanzen.net ZERO mit Nullgebühren und günstigen Orderpreisen locken, verlangen traditionelle Direktbanken wie die ING, DKB oder Comdirect weiterhin zweistellige Beträge pro Trade. Für Anleger, die regelmäßig kaufen oder verkaufen, kann das schnell mehrere Hundert Euro pro Jahr ausmachen. Besonders wichtig: Auch die Kosten für Sparpläne variieren stark. Viele Neobroker bieten kostenlose Sparpläne an, während andere Anbieter prozentuale Gebühren oder feste Beträge verlangen. Wer langfristig Vermögen aufbauen will, sollte daher nicht nur auf die Ordergebühren achten, sondern auch auf die Konditionen für regelmäßige Investments.
Für wen ist die Meldung relevant?
- Einsteiger und Gelegenheitsanleger: Wer nur wenige Trades pro Jahr tätigt, profitiert besonders von günstigen Neobrokern mit Nullgebühren. Die Ersparnis ist hier am größten.
- Sparplan-Sparer: Anleger, die monatlich in ETFs oder Aktien investieren, sollten auf kostenlose Sparpläne achten. Das kann auf lange Sicht Tausende Euro ausmachen.
- Vieltrader und aktive Trader: Wer häufig handelt, braucht nicht nur niedrige Ordergebühren, sondern auch eine leistungsfähige Plattform mit erweiterten Ordertypen wie Trailing-Stop oder OCO. Hier bieten einige Neobroker noch Luft nach oben.
- Bestandskunden teurer Direktbanken: Wer noch bei einer klassischen Bank mit hohen Gebühren hängt, sollte einen Wechsel prüfen. Viele Neobroker bieten mittlerweile eine vergleichbare Sicherheit und Funktionalität.
Der Markt für Online-Broker ist in Bewegung. Die Niedrigzinsphase hat den Druck auf die Gebühren erhöht, und die Konkurrenz der Neobroker zwingt auch die etablierten Anbieter zu Reaktionen. Anleger sollten daher regelmäßig prüfen, ob ihr Depot noch zeitgemäß ist. Ein Wechsel ist meist unkompliziert und kann sich schnell auszahlen. Wichtig ist jedoch, nicht nur auf die Kosten zu schauen, sondern auch auf die angebotenen Produkte, die Handelsplätze und die Qualität des Kundenservice. Wer diese Faktoren abwägt, findet den Broker, der am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt.
Auf Basis öffentlich verfügbarer Marktinformationen redaktionell neu eingeordnet. Keine Anlageberatung.