Stand: 25.09.2026, 09:45 Uhr

Zum 1. Januar 2027 führt die Bundesregierung das Altersvorsorgedepot ein – eine neue staatlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge, die die Riester-Rente ablösen soll. Wer sich erst im Dezember 2026 um die Depoteröffnung kümmert, riskiert jedoch lange Wartezeiten und verpasste Förderung. Denn die Identitätsprüfung, die Verknüpfung des Referenzkontos und die Hinterlegung der Steuer-ID können in Spitzenzeiten Tage bis Wochen dauern. In dieser Zeit kann kein Geld investiert werden, und die staatlichen Zulagen fließen nicht rückwirkend. Die einfache Lösung: Jetzt ein normales Depot eröffnen, um am Starttag direkt durchstarten zu können.

Warum ist das wichtig?

Das Altersvorsorgedepot ist ein zentraler Baustein der neuen Altersvorsorge. Es ermöglicht Anlegern, in eine staatlich festgelegte Positivliste von Fonds zu investieren und dafür Zulagen und Steuervorteile zu erhalten. Der Haken: Zum Starttermin werden Hunderttausende Sparer gleichzeitig versuchen, ein Depot zu eröffnen. Die Folge sind überlastete Systeme, ausgebuchte Video-Ident-Termine und überforderte Support-Hotlines. Wer bereits Kunde bei einem Online-Broker ist, hat die aufwändigsten Schritte bereits erledigt und kann das Altersvorsorgedepot mit wenigen Klicks aktivieren. Für Riester-Sparer kommt eine zusätzliche Frist hinzu: Wer bestehendes Riester-Guthaben übertragen möchte, muss die Kündigung bis zum 31. März 2027 einreichen, um das Geld bis zum 30. Juni im neuen Depot zu haben. Da die Kündigung die Daten des Zielvertrags erfordert, ist eine frühzeitige Depoteröffnung unerlässlich.

Für wen ist das interessant?

  • Zukünftige Altersvorsorgesparer: Wer ab 2027 monatlich in das Altersvorsorgedepot einzahlen möchte, sollte jetzt die Sparrate testen und einen passenden ETF auswählen.
  • Riester-Sparer: Wer einen Riester-Vertrag besitzt und das Guthaben ins Altersvorsorgedepot überführen will, muss die Kündigungsfristen beachten und den Zielvertrag rechtzeitig bereit haben.
  • Anleger mit bestehendem Depot: Wer bereits ein normales ETF-Depot führt, kann dieses parallel zum Altersvorsorgedepot nutzen – für flexible Anlagen ohne staatliche Bindung.

Was Sie jetzt tun können

Ein normales ETF-Depot ersetzt das Altersvorsorgedepot nicht, ist aber die beste Vorbereitung. Sie können jetzt schon einen Sparplan auf einen breit gestreuten Welt-ETF starten, um die monatliche Rate im Alltag zu testen. Gleichzeitig lernen Sie die ETF-Auswahl kennen und nutzt den Zinseszinseffekt ab sofort. Als bestehender Kunde eines Neobrokers wie finanzen.net ZERO entfällt beim Start des Altersvorsorgedepots die erneute Identitätsprüfung – Sie aktivierst das neue Depot einfach in der bestehenden App. Wichtig: ETF-Anteile aus dem normalen Depot lassen sich später nicht ins Altersvorsorgedepot übertragen. Gefördert wird nur, was Sie dort direkt einzahlen. Ihr normales Depot bleibt also parallel bestehen, was ohnehin sinnvoll ist, um flexibel zu bleiben.

Die Kostenstruktur spielt eine entscheidende Rolle: Schon ein halber Prozentpunkt Unterschied bei der Gesamtkostenquote kann über 30 Jahre rund 13.000 Euro ausmachen. Wer jetzt ein kostenloses Depot eröffnet, sichert sich nicht nur einen reibungslosen Start, sondern auch eine langfristig günstige Basis für die Altersvorsorge.

Auf Basis öffentlich verfügbarer Marktinformationen redaktionell neu eingeordnet. Keine Anlageberatung.