
Stand: 25.09.2026, 06:20 Uhr
Der deutsche Aktienmarkt steuert auf einen freundlichen Freitag zu. Der X-DAX, der als außerbörslicher Indikator für den DAX dient, signalisierte rund eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,7 Prozent auf 25.437 Punkte. Damit könnte der deutsche Leitindex die Woche doch noch im Plus beenden, nachdem er zwischenzeitlich auf das Niveau von Ende Juli zurückgefallen war.
Warum ist das wichtig?
In den vergangenen Tagen hatten vor allem stark gestiegene Ölpreise und höhere Anleiherenditen die Stimmung an den Börsen gedrückt. Der DAX hatte nach seinem Rekordhoch Ende August eine spürbare Korrektur erlebt. Nun zeichnet sich eine leichte Entspannung ab: Die Ölpreise sind am Freitagmorgen etwas gesunken, nachdem sie seit Mittwoch deutlich zugelegt hatten. Zudem konnten die US-Indizes S&P 500 und NASDAQ 100 ihre Verluste vom Donnerstag im späten Handel wieder aufholen. Diese Stabilisierung gibt auch dem deutschen Markt Auftrieb.
Allerdings bleibt die Lage fragil. Wie Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, betont, handelt es sich um eine Momentaufnahme, die sich schnell wieder ändern kann. Der DAX bewege sich in einer Handelsspanne, die rund fünf Prozent unter dem Rekordhoch liegt. Positiv zu werten ist die Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar um rund zweieinhalb Cent in zweieinhalb Wochen, was die Exporteure stützt. Auch die Konjunkturprognosen für Deutschland hellen sich auf. Dennoch hinkt der DAX den großen US-Indizes weiter hinterher.
Für wen ist das interessant?
- Aktienanleger: Wer in DAX-Werte investiert ist, bekommt eine kurze Verschnaufpause nach den jüngsten Verlusten. Die Erholung ist jedoch noch nicht gefestigt.
- Exportorientierte Unternehmen: Der schwächere Euro verbessert die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte im Ausland.
- Rohstoff- und Anleihemärkte: Die Entwicklung der Ölpreise und Renditen bleibt ein zentraler Treiber für die Aktienmärkte.
Einzelwerte im Fokus: HelloFresh unter Druck
Abseits des Gesamtmarktes steht der Kochboxenversender HelloFresh im Rampenlicht. Das im SDAX notierte Unternehmen hat nach einem erwartet starken Umsatzrückgang und einer enttäuschenden Entwicklung des operativen Gewinns im dritten Quartal seine Jahresprognosen gesenkt. Die Aktie fiel im vorbörslichen Handel auf Tradegate um mehr als acht Prozent unter den Xetra-Schlusskurs vom Donnerstag. Anleger sollten die weitere Entwicklung des Unternehmens genau beobachten, da die Krise bei HelloFresh offenbar noch nicht überwunden ist.
Auf Basis öffentlich verfügbarer Marktinformationen redaktionell neu eingeordnet. Keine Anlageberatung.