Stand: 24.09.2026, 09:18 Uhr

Die Aktie von MTU Aero Engines hat am Donnerstag von einer überraschenden Analysten-Einschätzung profitiert. Die Citigroup stufte den Triebwerkhersteller von „Verkaufen“ auf „Kaufen“ hoch und setzte die Aktie auf die Liste mit positiven Katalysatoren. Das neue Kursziel von 445 Euro liegt deutlich über dem aktuellen Niveau und signalisiert Potenzial von rund 20 Prozent. Im XETRA-Handel stieg der Kurs zwischenzeitlich um 1,46 Prozent auf 369 Euro, drehte aber im weiteren Verlauf ins Minus. Die Marke von 380 Euro bleibt damit als charttechnische Hürde bestehen.

Warum ist das wichtig?

Die Kehrtwende der Citigroup ist bemerkenswert, denn sie kommt von einem Analysten, der die Aktie zuvor skeptisch beurteilt hatte. Der neue Experte Conor Dwyer sieht nun eine grundlegende Verbesserung der Geschäftsaussichten. Bisher habe der deutliche Bewertungsabschlag von rund 30 Prozent gegenüber dem französischen Konkurrenten Safran den schwächeren Cashflow von MTU widergespiegelt. Hinzu kamen Unsicherheiten rund um das GTF-Triebwerk, das bei einigen Fluggesellschaften technische Probleme verursacht hatte. Dwyer erwartet jedoch, dass sich die Gemengelage ändert: Bis 2030 soll sich der Cashflow deutlich verbessern, und das operative Ergebnis könnte bis 2031 im Schnitt um etwa 8,5 Prozent pro Jahr steigen. Das wäre ein starkes Signal für Anleger, die auf eine Erholung des Triebwerkgeschäfts setzen.

  • Kursziel 445 Euro: Die Citigroup sieht die Aktie deutlich unterbewertet und traut ihr eine Rückkehr in Richtung des Rekordhochs von knapp 405 Euro aus dem Februar zu.
  • Positive Katalysator-Watch: Die Einstufung signalisiert, dass kurzfristig positive Nachrichten erwartet werden, etwa zu Aufträgen oder technischen Fortschritten.
  • Charttechnik: Der Widerstand bei 380 Euro bleibt entscheidend. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte weiteres Kurspotenzial freisetzen.

Für wen ist die Meldung relevant?

Die Einschätzung ist vor allem für Anleger interessant, die bereits in MTU investiert sind oder einen Einstieg erwägen. Die deutliche Hochstufung durch eine renommierte Großbank wie die Citigroup kann als Vertrauensbeweis gewertet werden. Allerdings sollten Anleger beachten, dass Analystenmeinungen nur eine von vielen Informationsquellen sind und keine Garantie für Kursentwicklungen darstellen. Wer auf kurzfristige Kursgewinne spekuliert, sollte die charttechnischen Marken im Auge behalten. Langfristig orientierte Anleger könnten die positive Cashflow-Entwicklung bis 2030 als Bestätigung für ein solides Geschäftsmodell sehen. Die Meldung ist auch für den gesamten Luftfahrtsektor relevant, da MTU als einer der führenden Triebwerkhersteller gilt und positive Signale oft auf die Branche ausstrahlen. Dennoch bleibt Vorsicht geboten: Die Aktie ist volatil, und die technischen Herausforderungen rund um das GTF-Triebwerk sind noch nicht vollständig gelöst. Eine breite Streuung des Portfolios und eine unabhängige Recherche sind daher empfehlenswert.

Auf Basis öffentlich verfügbarer Marktinformationen redaktionell neu eingeordnet. Keine Anlageberatung.