Stand: 25.09.2026, 08:19 Uhr

Die Privatbank Berenberg hat ihre Kaufempfehlung für die Aktie von Scout24 bestätigt und das Kursziel unverändert bei 140 Euro belassen. Analyst William Larwood sieht zunehmend Belege dafür, dass der Online-Marktplatzbetreiber vom KI-Megatrend profitieren könnte, anstatt durch ihn gefährdet zu werden. Die Einstufung lautet weiterhin „Buy“.

Warum ist das wichtig?

Die Bestätigung der Kaufempfehlung durch Berenberg kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktien von Kleinanzeigen-Plattformen unter Druck stehen. Grund sind Sorgen um den Einfluss Künstlicher Intelligenz auf das Geschäftsmodell. Insbesondere die Einführung des Meta-Agenten „Muse“ hatte bei Anlegern Befürchtungen ausgelöst, dass KI-gestützte Such- und Vermittlungsdienste die klassischen Kleinanzeigenportale überflüssig machen könnten. Berenberg-Analyst Larwood argumentiert jedoch, dass diese Ängste übertrieben seien. Es werde zwar einige Zeit dauern, bis die Unternehmen das Risiko widerlegen könnten, doch die ersten Anzeichen deuteten darauf hin, dass Scout24 und vergleichbare Plattformen von der KI-Entwicklung eher profitieren. Die Analyse ist für Anleger relevant, da sie eine fundierte Einschätzung zu den langfristigen Perspektiven von Scout24 bietet und die aktuelle Marktstimmung einordnet.

Für wen ist die Meldung relevant?

  • Anleger, die Scout24-Aktien halten oder einen Einstieg erwägen, erhalten eine aktuelle Einschätzung einer renommierten Bank.
  • Investoren, die sich für den Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf traditionelle Geschäftsmodelle interessieren, finden hier eine differenzierte Analyse.
  • Marktbeobachter, die die Entwicklung des Kleinanzeigen-Sektors verfolgen, können die Berenberg-Studie als Stimmungsindikator nutzen.

Die Scout24-Aktie notierte am Donnerstagvormittag im XETRA-Handel mit einem Plus von rund einem Prozent bei etwa 68,35 Euro. Das von Berenberg gesetzte Kursziel von 140 Euro liegt deutlich über dem aktuellen Kursniveau und impliziert ein theoretisches Aufwärtspotenzial von über 100 Prozent. Allerdings ist der Aktienkurs seit Jahresbeginn 2026 um rund 17,8 Prozent gefallen, was die anhaltende Verunsicherung der Anleger widerspiegelt. Die nächsten Quartalszahlen für das dritte Quartal 2026 werden am 4. November 2026 erwartet und könnten weitere Aufschlüsse über die Geschäftsentwicklung geben. Die Berenberg-Analyse ist datiert auf den 24. September 2026 und wurde am Folgetag veröffentlicht. Anleger sollten beachten, dass es sich um eine Momentaufnahme handelt und die tatsächliche Kursentwicklung von vielen Faktoren abhängt. Die Analyse stellt keine Anlageberatung dar, sondern eine unabhängige Einschätzung des Analystenhauses.

Auf Basis öffentlich verfügbarer Marktinformationen redaktionell neu eingeordnet. Keine Anlageberatung.