
Stand: 25.09.2026, 08:20 Uhr
Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat ein ernstes Sicherheitsproblem bei Volkswagen und Audi identifiziert. Wegen eines möglichen Schraubenabrisses an der Lenkung droht bei knapp einer Million Fahrzeugen in Deutschland ein Lenkungsausfall. Die VW-Aktie reagierte am Donnerstag dennoch leicht positiv und notierte im XETRA-Handel zeitweise 0,37 Prozent höher bei 71,08 Euro.
Warum ist das wichtig?
Das Problem betrifft potenziell die Verkehrssicherheit von Hunderttausenden Autofahrern. Ein Lenkungsausfall während der Fahrt kann zu schweren Unfällen führen. Das KBA hat die Mängel offiziell erfasst und fordert von Volkswagen eine technische Lösung. Konkret muss die Lenkungsverschraubung durch eine korrosionsresistentere Schraube ersetzt werden. Das bedeutet für den Autobauer einen erheblichen logistischen und finanziellen Aufwand, da weltweit rund 2,86 Millionen Fahrzeuge betroffen sein könnten. Für Anleger ist dies ein Signal, dass operative Risiken und Rückrufkosten bei VW weiterhin präsent sind, auch wenn der Aktienkurs kurzfristig nicht negativ reagiert.
Welche Modelle sind betroffen?
- Volkswagen: Tiguan, Touran, Golf Variant, Caddy und Golf – produziert zwischen 24. September 2013 und 1. Juli 2024. In Deutschland sind das knapp 900.000 Fahrzeuge, weltweit rund 2,16 Millionen.
- Audi: Q3 – produziert zwischen 31. Oktober 2017 und 23. Mai 2024. In Deutschland sind 58.555 Fahrzeuge betroffen, weltweit knapp 700.000.
Für wen ist die Meldung relevant?
Die Meldung ist in erster Linie für Besitzer der genannten VW- und Audi-Modelle relevant. Sie sollten zeitnah prüfen, ob ihr Fahrzeug von dem Rückruf betroffen ist, und die Werkstatt kontaktieren. Auch für Aktionäre von Volkswagen ist die Nachricht bedeutsam, da Rückrufaktionen Kosten verursachen und das Image belasten können. Zudem ist das Thema für die gesamte Automobilbranche relevant, da es zeigt, wie wichtig Qualitätskontrollen bei Zulieferteilen sind. Für Anleger anderer Autobauer könnte dies eine Gelegenheit sein, die Wettbewerbsposition von VW kritisch zu hinterfragen.
Auf Basis öffentlich verfügbarer Marktinformationen redaktionell neu eingeordnet. Keine Anlageberatung.