Stand: 25.09.2026, 05:02 Uhr

Rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland haben Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen (VL) – doch ein erheblicher Teil ruft dieses Geld nie ab. Dabei zahlen Arbeitgeber monatlich zwischen 6 und 40 Euro zusätzlich zum Gehalt, also bis zu 480 Euro im Jahr. Wer die vollen 40 Euro monatlich erhält, verschenkt über die Jahre einen vierstelligen Betrag, ohne dafür eine Stunde länger arbeiten zu müssen. Die Gründe sind oft Unwissenheit oder die Scheu vor dem Papierkram. Dabei ist der erste Schritt denkbar einfach: eine kurze Nachfrage in der Personalabteilung.

Warum ist das wichtig?

Vermögenswirksame Leistungen sind kein Bonus, den man sich verdienen muss – sie stehen vielen Arbeitnehmern, Azubis, Beamten, Soldaten und Richtern vertraglich zu. Dennoch bleibt das Geld oft ungenutzt, weil die Beschäftigten nicht wissen, dass ihnen etwas zusteht, oder weil sie den Aufwand scheuen. Dabei geht es nicht um Centbeträge: Bei einer durchschnittlichen Marktentwicklung von rund fünf Prozent pro Jahr können aus 40 Euro monatlich nach 15 Jahren etwa 10.000 Euro werden, davon rund 3.800 Euro reiner Wertzuwachs. Das ist Geld, das ohne eigenes Zutun vom Chef kommt – und das viele einfach liegen lassen.

Die Wahl des Anlageprodukts entscheidet maßgeblich über die Rendite. Während Bausparverträge oft nur eine magere Verzinsung unter der Inflationsrate bieten, eröffnen ETF-Sparpläne deutlich höhere Renditechancen. Hinzu kommt die staatliche Förderung: Beim Fondssparen beträgt die Arbeitnehmersparzulage 20 Prozent auf bis zu 400 Euro im Jahr, also maximal 80 Euro Zuschuss. Bausparverträge werden dagegen nur mit neun Prozent auf höchstens 470 Euro gefördert – maximal 43 Euro. Voraussetzung für die Zulage ist ein zu versteuerndes Einkommen von höchstens 40.000 Euro für Singles und 80.000 Euro für gemeinsam veranlagte Paare. Der Aktienfonds bietet also die höhere Renditechance und die höhere Förderung – eine seltene Kombination.

Viele zögern jedoch beim ETF-Sparen, weil sie die Auswahl des passenden Fonds und die Einrichtung eines Depots als aufwendig empfinden. Hier helfen digitale Vermögensverwalter wie Oskar, die das Portfolio automatisch zusammenstellen und regelmäßig anpassen. Der Einstieg ist bereits ab 25 Euro monatlicher Sparrate möglich, die Eröffnung dauert nur wenige Minuten. Die Arbeitgeberbescheinigung wird automatisch erstellt. Kosten fallen je nach Depotwert an, bei Oskar VL2 sind es bis zu 1,14 Prozent pro Jahr inklusive ETF-Kosten. Dafür sind Depotführung, automatisches Rebalancing und laufende Überwachung enthalten. Wichtig: Oskar VL2 verzichtet auf die siebenjährige Sperrfrist, sodass das Geld jederzeit verfügbar ist – allerdings auch ohne die staatliche Förderung. Wer die Arbeitnehmersparzulage mitnehmen möchte, sollte einen geförderten Vertrag mit Bindungsfrist wählen.

Für wen ist die Meldung relevant?

  • Angestellte und Azubis: Sie haben oft Anspruch auf VL, wissen es aber nicht oder scheuen den Aufwand. Eine Nachfrage bei der Personalabteilung kann sich sofort lohnen.
  • Beamte, Soldaten und Richter: Auch sie können VL erhalten, wenn dies im Tarifvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung festgelegt ist.
  • Anleger mit niedrigem Einkommen: Die staatliche Förderung von 20 Prozent beim Fondssparen ist besonders attraktiv für Singles mit bis zu 40.000 Euro zu versteuerndem Einkommen und Paare mit bis zu 80.000 Euro.
  • Menschen, die sich nicht mit Finanzen beschäftigen wollen: Digitale Vermögensverwalter nehmen die Auswahl und Überwachung ab – gegen eine Gebühr, die aber den Aufwand erspart.

Fazit: Vermögenswirksame Leistungen sind Geld, das einem zusteht und das viele verschenken. Der erste Schritt kostet nichts außer einer Nachfrage. Der zweite ist die Entscheidung, ob das Geld in einem mageren Bausparvertrag versickert oder am Kapitalmarkt für einen arbeitet. Wer die Wahl bewusst trifft, kann über die Jahre Tausende Euro zusätzlich aufbauen – ohne eigenes Risiko, denn das Geld kommt vom Chef.

Auf Basis öffentlich verfügbarer Marktinformationen redaktionell neu eingeordnet. Keine Anlageberatung.